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Betrachtungen

  • 26 März 2012
  • Hans-Rüdiger Merten
  • Presse

Stil ist die Kunst, das Notwendige zu sagen, erklärte 1904 in Paris der Bildhauer Auguste Rodin der deutschen Malerin und Schriftstellerin Marie von Bunsen.

Museumsrat, Hans-Rüdiger Merten, Berlin


Eva Bur am Orde hat ihren eigenen Stil entwickelt und versteht, mit ihren Gemälden uns ihre Sicht auf die uns umgebenen Schatten- und Lichtwelten zu vermitteln. Mit ihren Arbeiten lässt sie uns teilhaben an ihr wichtigen Impressionen und Erkenntnissen. Virtuos nutzt sie die Möglichkeiten von Farbe und Form, um ihre Botschaften sichtbar zu machen.




Sie setzt sich auf eigene, neue Art auseinander mit den von ihr bereisten Landschaften ferner Länder und entdeckt dort eine Vielfalt an klingenden Harmonien, die von Lebenslust und Freude singen und in uns Sehnsüchte heraufbeschwören, die wir bislang nie spürten, weil wir nicht intensiv erlebten und sahen.




Picasso sagte einst in seinem Haus auf den Hügeln von Cannes zu Brassai, Pinselstriche, die überhaupt keinen Sinn ergeben, werden nie Bilder werden. Um zur Abstraktion zu kommen, muß man immer von einer greifbaren Realität ausgehen.




So wie er in der Kunst die Sprache der Symbole sah, verwendet Eva Bur am Orde Symbole, um Gedanken und Emotionen bildhaft zu vermitteln. Das gilt für ihre figurativen Arbeiten und die uns abstrakt erscheinende 3 Formenvielfalt, die uns umfängt bei der Betrachtung ihres reichhaltigen Schaffens. Immer wieder nähert sie sich ihren Subjekten neugierig, erforschend, spielt mit ihnen bis zur endgültigen Gedankenfindung und wirft sie dann mit kühnem Entschluß farbig auf die Leinwand. Sie ist um diese Farbgebung, diese Formenvielfalt, diese Inhalte zu beneiden, die uns mit ihrer Offenheit und Darbietungsfreude immer wieder geistig erfrischen und überraschen.




Sie hat ein umfangreiches Werk bisher geschaffen und mit jeder kreativen Auseinandersetzung wachsen ihre künstlerischen Möglichkeiten weiter. Wir sind froh, sie auch in den nächsten Jahren bei der Betrachtung ihrer noch folgenden Schöpfungen begleiten zu können und gespannt auf das, was uns noch erwartet. So wie Eva Bur am Orde gespannt ist auf all die neuen, unbekannten Motive, die am Rand oder in der Mitte ihres Weges auf sie warten.